
In unserem aktuellen Artikel haben wir hervorgehoben, dass LinkedIn zu einer der am häufigsten zitierten Quellen für KI-Antworten wird und dass Shortposts nicht mehr ausreichen – strukturierte, von Experten geführte Inhalte sind entscheidend. Neue Erkenntnisse aus praktischen Tests bestätigen nun, dass sich dieser Trend beschleunigt.
Zero-Click-Suche wird zur Norm
Bis vor Kurzem war der Weg zum Erfolg vorhersehbar: Ranking → Klicken → Website-Besuch → Konversion. Diese Sequenz bricht jetzt schon beim allerersten Schritt ab.
Laut einer Studie von SparkToro und Similarweb aus dem Jahr 2024 führen fast 60 % der Suchanfragen in den USA und Europa überhaupt zu keinem Klick.

Source: Sparktoro, Comparison of Google search behaviour in the US and Europe. Data from SparkToro and Similarweb shows that roughly 60% of searches end without a click to external websites.
Im Jahr 2025 steigt diese Zahl weiter, da Google AI Overviews und Tools wie ChatGPT Teil des täglichen Suchverhaltens werden. Die Auswirkungen sind eindeutig: Nicht-markenbasierter, auf Awareness getriebener Traffic ist in einigen B2B-Kategorien um bis zu 60 % zurückgegangen, die Suchergebnisse bleiben oft stabil, aber die Klickquoten sinken stark.
Für E-Commerce und B2B-Unternehmen bedeutet der Rückgang, dass Websites weiterhin eine entscheidende Rolle bei Vertrauen und Umwandlung spielen, aber sie sind nicht mehr der Ort, an dem die Entdeckung normalerweise beginnt.
Eine neue Währung: Von KI erwähnt werden
In KI-gesteuerten Umgebungen wird die Sichtbarkeit nicht mehr durch Klicks gemessen. Wichtig ist, ob eine Marke in der Antwort selbst erscheint.
Heute gewinnen Marken, wenn sie als vertrauenswürdige Quelle genannt, im Kontext der Problemlösung erwähnt oder direkt in KI-generierte Antworten zusammengefasst werden.
Die praktische Erkenntnis ist einfach: Wenn Ihre Marke in KI-Antworten nicht auftaucht, existiert sie möglicherweise nicht mehr für einen wachsenden Anteil der Käufer, lange bevor sie Ihre Website erreichen.
Warum LinkedIn bei KI-Antworten Gewicht hat
Tests von B2B-Teams zeigen, dass generative Systeme Inhalte bevorzugen, die klar strukturiert sind, mit starken Überschriften, verfasst von identifizierbaren Experten, aktuell und zeitlich markiert und auf glaubwürdigen Plattformen veröffentlicht sind.
Deshalb tauchen LinkedIn-Artikel – keine kurzen Status-Updates – zunehmend auf und werden von KI-Systemen zitiert. Für E-Commerce-Marken eröffnet dies eine neue Chance, früher in der Kaufreise Sichtbarkeit zu schaffen, selbst ohne einen sofortigen Klick.
Was das für E-Commerce-Unternehmen bedeutet
Für europäische Marken ist die Botschaft klar: Für Google allein zu optimieren reicht nicht mehr aus; Inhalte müssen nicht nur für Nutzer, sondern auch für KI lesbar sein, und Sichtbarkeit ohne Website-Traffic ist mittlerweile eine reale geschäftliche Realität.
Das neue Entdeckungsmodell lässt sich einfach zusammenfassen: Man kann sehen, → erwähnt werden → in Betracht gezogen werden → ausgewählt werden. Und genau hier beginnen viele Kaufentscheidungen jetzt.