
Schwedische Krone half, Marketing verlagerte sich von den USA nach Europa
In Schweden war der Sprung noch deutlicher. 73 % der Menschen kauften dort im Ausland ein, im Herbst 2024 waren es noch 65 %. Die Aufwertung der schwedischen Krone machte ausländische Käufe attraktiver.
China belegt den ersten Platz unter den Shopping-Destinationen, noch vor Deutschland und Dänemark.
Auch das aggressive Marketing der großen chinesischen Einzelhändler treibt das Wachstum voran. Temu und Shein verlagerten einen Teil ihrer Budgets aufgrund der amerikanischen Zölle auf chinesische Waren von den USA nach Europa. Die Werbeinvestitionen in Ländern wie Frankreich und Großbritannien sind gestiegen, ein Trend, der wahrscheinlich auch Schweden betroffen hat. 17 % der Schweden kaufen jetzt aufgrund eines Angebots eines ausländischen Einzelhändlers im Ausland ein, verglichen mit 12 % vor einem Jahr.
Junge Leute treiben den Gebrauchtmarkt voran
Parallel zu den Billigkäufen aus China wächst auch das Interesse an Nachhaltigkeit . 66 % der nordischen Verbraucher haben in den letzten drei Monaten gebrauchte Artikel gekauft oder verkauft.
Bei den Jugendlichen im Alter von 18 bis 29 Jahren ist dieser Anteil deutlich höher – fast 9 von 10 nehmen am Gebrauchtmarkt teil. Die junge Generation hält das Segment der gebrauchten Güter am Leben.
Worauf es beim Checkout ankommt
In der Umfrage wurden auch die Erfahrungen der Kunden mit dem Checkout-Prozess untersucht. 87% der Kunden waren mit ihrem letzten Online-Einkauf zufrieden.
Die Schweden schätzen vor allem die Möglichkeit, ihre bevorzugte Zahlungsmethode zu wählen und die Lieferinformationen im Voraus zu klären. Ältere Kunden legen Wert auf Zahlungssicherheit; Jüngere haben diese Anforderung auch, halten sie aber relativ für weniger wichtig.
Viele Kunden wünschen sich eine kostenlose Lieferung und die Möglichkeit, einzukaufen, ohne ein Konto zu erstellen. Für Einzelhändler ist dies ein Dilemma – der Gast-Checkout reduziert die Reibungsverluste, verhindert aber die Sammlung von Daten für personalisiertes Marketing.

Source: PostNord
Der Preis gewinnt über die Verfügbarkeit im Inland
Schweden ist der größte und ausgereifteste E-Commerce-Markt in der Region. Schwedische Einzelhändler haben ihr Angebot verbessert, und weniger Menschen geben jetzt an, dass „alles zu Hause verfügbar ist“ als Grund, nicht im Ausland einzukaufen – von 41 % auf 33 %.
Dennoch nimmt das grenzüberschreitende Einkaufen weiter zu. Die Daten zeigen ein klares Muster: Die Verbraucher kaufen nicht im Ausland ein, weil die Produkte im Inland nicht erhältlich sind. Sie tun dies für niedrigere Preise und interessantere Produkte (33 %). Auch wenn schwedische Einzelhändler die Produktlücke schließen, gewinnen chinesische Plattformen beim Preis.
83 % der nordischen Verbraucher haben in den letzten 30 Tagen online eingekauft. Der Hauptgrund für Online-Shopping im Vergleich zu physischen Geschäften sind niedrigere Preise für 22 % der Menschen.