
Wie der Kauf funktioniert
JD.com gründete eine deutsche Gesellschaft namens JINGDONG Holding Germany, um den Kauf abzuwickeln. Der größte derzeitige Eigentümer, Convergenta, erklärte sich bereit, einige Anteile zu verkaufen, wird aber 25,35 % behalten und als Partner beteiligt bleiben. Verschiedene CECONOMY-Eigentümer haben bereits zugesagt, 31,7 % ihrer Anteile an JD.com zu verkaufen. Damit erhält das chinesische Unternehmen die Mehrheitskontrolle, noch bevor der formale Übernahmeprozess beginnt. Die Aufsichtsbehörden müssen das Geschäft noch genehmigen. JD.com geht davon aus, dass alles Anfang 2026 abgeschlossen sein wird.
Was JD.com davon hat
CECONOMY betreibt mit MediaMarkt und Saturn zwei große Elektronikhandelsmarken in Europa. JD.com-Chef Sandy Xu sagte, man wolle die beste Elektronik-Einkaufsplattform in Europa schaffen. Das chinesische Unternehmen wird seine Liefersysteme und Technologien einbringen, um CECONOMY zu stärken. CECONOMY wird als eigenständiges europäisches Unternehmen weitergeführt. JD.com hat versprochen, keine Arbeitsplätze abzubauen oder Geschäfte zu schließen.
Warum JD.com europäische Geschäfte will
Durch den Kauf erhält JD.com sofortigen Zugang zu etablierten europäischen Kunden und Geschäften.
Der Chef von CECONOMY, Dr. Kai-Ulrich Deissner, sagte, dass die Einzelhandels-, Logistik- und Technologiekompetenzen von JD.com dazu beitragen werden, den Wachstumskurs des Unternehmens zu beschleunigen und die aktuellen strategischen Ziele zu übertreffen.
Was dies für das europäische Shopping bedeutet
JD.com plant, die Fähigkeiten von CECONOMY zu stärken und gleichzeitig fortschrittliche Technologien einzusetzen, um die Transformation des Unternehmens zu beschleunigen. Ziel ist es, die Plattform von CECONOMY in ganz Europa auszubauen und Mehrwert für Kunden, Mitarbeiter, Investoren und lokale Gemeinschaften zu schaffen. CECONOMY wird in Europa ein eigenständiges Unternehmen mit unabhängigen Technologiesystemen bleiben. Das Unternehmen verspricht, dass es keine Änderungen bei der Belegschaft, den Mitarbeiterverträgen oder den Standorten der Geschäfte geben wird.
Geld und Genehmigungen erforderlich
JD.com wird den Kauf durch Akquisitionskredite und bestehende Barreserven finanzieren. Über den Gesamtwert der Transaktion machte das Unternehmen in der Mitteilung vom Dienstag keine Angaben. Für die Übernahme sind Genehmigungen erforderlich, unter anderem für die Fusionskontrolle, ausländische Direktinvestitionen und ausländische Subventionen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) muss dem Vorhaben zustimmen. JD.com wird die detaillierten Angebotsunterlagen nach der offiziellen Genehmigung online veröffentlichen. Für die Übernahme ist keine Mindestannahmequote erforderlich, da die Mehrheitskontrolle bereits gesichert ist. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des Jahres 2026 erwartet, vorbehaltlich der Erfüllung aller behördlichen Anforderungen.Basierend auf der Ankündigung von JD.com