
Handelsministerin Véronique Louwagie schickte diese Woche einen Brief an Justizkommissar Michael McGrath, in dem sie um erweiterte Befugnisse gegen Plattformen wie Shein und Temu bittet. Laut Le Figaro, die eine Kopie des Briefes erhalten hat, handelt es sich um den härtesten Ansatz, den ein Mitgliedstaat bisher vorgeschlagen hat.
Die Sicherheitsrisiken nehmen zu
Chinesische Plattformen ignorieren systematisch Sicherheitsvorschriften und schaffen unfairen Wettbewerb. Der Minister wies auf „wachsende Risiken für den Schutz der wirtschaftlichen Interessen und die Sicherheit der Verbraucher“ hin.
Die Entfernung von Google wäre ein tödlicher Schlag für diese Unternehmen. Der Großteil ihrer Besucher kommt über Suchmaschinen. Französische Verbraucher zahlen jedoch möglicherweise mehr, wenn sie keine billigen Produkte mehr in den Suchergebnissen finden.
Brüssel handelt bereits
Die Europäische Union beobachtet chinesische E-Commerce-Plattformen seit einiger Zeit. Das Parlament hat im Sommer ein Maßnahmenpaket zur Begrenzung gefährlicher Produkte verabschiedet:
- Abschaffung der Zollbefreiung für Pakete unter 150 Euro
- Neue Gebühr von 2 Euro für jedes Paket von außerhalb der EU
- Verschärfte Kontrollen für importierte Waren
Louwagie nannte ihren Vorschlag „notwendig und dringend“ und erklärte: „Wir müssen schnell handeln.“ Die Europäische Kommission hat noch nicht auf das französische Schreiben geantwortet.
Auswirkungen auf den Markt
Die Analyse von Le Figaro deutet darauf hin, dass harte Sanktionen die Preise für europäische Verbraucher erhöhen könnten, die an extrem niedrige asiatische Preise gewöhnt sind. Auf der anderen Seite könnte es die Position der europäischen E-Shops stärken.
Basierend auf Ecommercenews.eu Berichterstattung