2 Lesezeit Minuten

Betrug beim Fernkauf in Europa: Wachsende Bedrohung für die Sicherheit im E-Commerce

Die Zahl der Betrugsfälle bei Fernkäufen ist im Vereinigten Königreich sprunghaft angestiegen, wobei Kriminelle gestohlene Kartendaten ausnutzen, um unberechtigte Online-Transaktionen durchzuführen. Dieser alarmierende Trend stellt eine kritische Bedrohung für den europäischen E-Commerce-Sektor dar und erfordert stärkere Sicherheitsrahmen und Initiativen zur Verbraucheraufklärung.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU
Dieser Artikel wurde für Sie von artificial intelligence übersetzt
Betrug beim Fernkauf in Europa: Wachsende Bedrohung für die Sicherheit im E-Commerce
Quelle: Depositphotos

Allein im Vereinigten Königreich wurden im Jahr 2024 2,6 Millionen Betrugsfälle bei Fernkäufen gemeldet, was einem Anstieg von 22 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und Verluste von rund 400 Millionen Pfund zur Folge hatte – ein Anstieg von 11 %. Angesichts der Ähnlichkeit der Zahlungsinfrastrukturen und Betrugstaktiken in ganz Europa spiegelt dieses Muster wahrscheinlich ein breiteres Problem in der EU wider. Der Bericht 2025 von Tietoevry Banking, der 3,7 Milliarden europäische Transaktionen analysierte, ergab einen Anstieg der Betrugsversuche im digitalen Zahlungsverkehr um 43 % im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023, was vor allem auf ausgeklügelte Social-Engineering- und KI-gestützte Betrugsversuche zurückzuführen ist. Soziale Manipulationsbetrügereien stiegen um 156 %, während Phishing-Angriffe um 77 % zunahmen, was die Betrugserkennung und -prävention erschwert. Kriminelle nutzen häufig komplexes Social Engineering, um Verbraucher zur Preisgabe von Einmal-Passcodes (OTPs) zu verleiten, die von Banken zur Authentifizierung von Transaktionen verschickt werden. Mit diesen Codes umgehen die Betrüger die Sicherheitsmaßnahmen, um unerlaubte Einkäufe zu tätigen oder gestohlene Karten mit digitalen Geldbörsen zu verbinden. Datenpannen bei Einzelhändlern und Drittanbietern verschärfen das Problem noch, da sie Kriminellen umfangreiche Kartendatensammlungen liefern, die noch Monate oder Jahre nach dem Einbruch genutzt werden können.

Interessanterweise ist der Betrug bei autorisierten Push-Zahlungen (APP), bei denen die Opfer dazu gebracht werden, Zahlungen zu autorisieren, im Vereinigten Königreich um 2 % auf 450 Millionen Pfund zurückgegangen, was auf wirksame Maßnahmen zur Verbraucheraufklärung und Betrugserkennung zurückzuführen ist.

Für das Ökosystem des elektronischen Handels in der EU legen diese Entwicklungen nahe, dass ein koordiniertes Vorgehen von Banken, Einzelhändlern, Zahlungsanbietern und Regulierungsbehörden erforderlich ist. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Verstärkung der Identitätsüberprüfung, die Einführung von Echtzeit-Überprüfungen des Zahlungsempfängers und die Aufklärung der Verbraucher über die sich entwickelnden Social-Engineering-Taktiken. Da das Online-Shopping in Europa zunimmt, sind sofortige Maßnahmen zur Bekämpfung des Betrugs bei Fernkäufen unerlässlich, um die Verbraucher zu schützen und das Vertrauen in den digitalen Handel zu erhalten.

Artikel teilen
Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU

Partnership Manager & E-commerce Content Writer with 10+ years of international experience. Former Groupon Team Lead. Connects European companies with Slovak and Czech markets through partnerships and content marketing.

Ähnliche Artikel
Marken auf Reels müssen ihr Logo innerhalb der ersten 5 Sekunden zeigen
3 Lesezeit Minuten

Marken auf Reels müssen ihr Logo innerhalb der ersten 5 Sekunden zeigen

Neue Daten von Facebook liefern konkrete Richtlinien, wie man Reels-Anzeigen richtig erstellt. Untersuchungen zeigten, dass Unternehmen, die ihre Marke und Hauptbotschaft innerhalb der ersten fünf Sekunden des Videos zeigen, eine 1,7-mal höhere Chance haben, die Kaufabsicht bei den Zuschauern zu steigern.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU
94 % der europäischen Websites bestehen nicht an Barrierefreiheitsstandards
3 Lesezeit Minuten

94 % der europäischen Websites bestehen nicht an Barrierefreiheitsstandards

Sechs Monate nach Inkrafttreten des Europäischen Barrierefreiheitsgesetzes hat Europa ein ernsthaftes Problem. Nur 6 % der getesteten Webseiten erfüllen die neuen Anforderungen, wobei Deutschland und Italien null Punkte erzielen. Einzelhandels- und Modeseiten schneiden laut neuen Daten von AccessiWay am schlechtesten ab. Der europäische E-Commerce hat ein Problem. AccessiWay hat 100 große Verbraucherwebsites in fünf Ländern […]

Jan Stedul Jan Stedul
Managing Director, AccessiWay Germany