
Investitionen eng mit Cloud-Kapazität verbunden
Amazon, weltweit vor allem als E-Commerce-Plattform bekannt, ist zudem der weltweit größte Anbieter von Rechenzentrumskapazitäten über Amazon Web Services. Jede Investition in OpenAI würde dazu beitragen, die schnell wachsende Nachfrage des KI-Unternehmens nach Rechenleistung zu finanzieren.
OpenAI gab letzten Monat bekannt, dass es plant, über sieben Jahre rund 38 Milliarden Dollar für die Cloud-Kapazität von Amazon Web Services auszugeben.
Die Information berichtete außerdem, dass OpenAI beabsichtigt, Amazons Trainium-Chips zu verwenden, die mit Prozessoren von Nvidia und Google konkurrieren. Amazons Finanzierung könnte zu einer breiteren Finanzierungsrunde führen, an der zusätzliche Investoren beteiligt sind.
Rechenkosten übersteigen die Umsätze
Die langfristigen Ausgabenpläne von OpenAI unterstreichen das Ausmaß der Investitionen, die zum Betrieb großer KI-Modelle erforderlich sind. Die prognostizierten Ausgaben des Unternehmens für Chips und Server belaufen sich in den nächsten acht Jahren auf etwa 1,4 Billionen US-Dollar und übersteigen damit bei weitem den gemeldeten Jahresumsatz von rund 13 Milliarden US-Dollar. OpenAI bleibt verlustbringend und sucht aktiv nach neuer Finanzierung.
Das Unternehmen hat sein Kerngeschäft in eine gewinnorientierte Struktur umgewandelt. Sein größter langfristiger Unterstützer, Microsoft, hält nach einem Deal, der OpenAI auf rund 500 Milliarden US-Dollar bewertete, einen Anteil von etwa 27 %.
Wettbewerb und kommerzielle Nutzung
OpenAI sieht sich zudem zunehmender Konkurrenz gegenüber, insbesondere von Google, dessen jüngste Updates am Gemini-KI-Modell Druck auf Konkurrenten ausgeübt haben. Geschäftsführer Sam Altman soll intern einen „Code Red“ herausgegeben haben.
Gespräche mit Amazon sollen potenzielle kommerzielle Vereinbarungen beinhalten, darunter den Verkauf einer Unternehmensversion von ChatGPT an den Händler. Weder OpenAI noch Amazon haben sich öffentlich zu den Diskussionen geäußert.